Anliegen der Stiftung

Klaus Hirsch: Halt mich! Für Elisabeth und Reiner Kunze, Lithographie 2002

Klaus Hirsch: "Halt mich! Für Elisabeth und Reiner Kunze", Lithographie 2002

Des Schönen Rang


Seit einem halben Jahrhundert lautet eine Doktrin: Alles Schöne ist reaktionär, denn es täuscht über den wahren Zustand der Gesellschaft hinweg und schwächt den Willen, sie radikal zu verändern. Als sich Anfang der siebziger Jahre Herbert Marcuse gegen diese Doktrin aussprach und vor einem „Zustand vollkommener Barbarei“ warnte, der einträte, wenn die Menschen u.a. „nicht mehr imstande sind, zwischen ... Schön und Häßlich … zu unterscheiden“, schrieb Jürgen Habermas: „Auf eine verständnisvolle Rezeption darf Marcuse heute in der Bundesrepublik Deutschland kaum hoffen.“

Die im Besitz der Stiftung befindlichen literarisch inspirierten oder in die Literatur eingegangenen Werke europäischer und außereuropäischer Bildender Kunst sind Zeugnisse internationaler Künstlersolidarität.