Arbeitsbericht

Am Ende des Berichtsjahres 2009 gehörten zum bereits erschlossenen Archivbestand der Reiner und Elisabeth Kunze-Stiftung u.a. ca. fünfhundert z.T. übersetzte und in vielen Fällen kommentierte Briefe, darunter Briefe von Jean Améry, Heinrich Böll, Elias Canetti, Ernst Jandl oder Jan und Bozena Skácel, fast hundert digitalisierte, teilweise restaurierte und wiedergabetechnisch aufgefrischte Video- und Audio-Dokumente aus über dreißig Jahren und an die hundertfünfzig z.T. kommentierte Kopien von Original-Staatssicherheitsakten der DDR, die signifikante Einblicke in die politischen und zwischenmenschlichen Verhältnisse in den beiden ehemaligen deutschen Staaten geben.

Dank der freundschaftlichen Erlaubnis von Frau Anne Bieber-Wallmann, Münster, und im Einvernehmen mit der Literaturkommission für Westfalen konnte 2010 der im Nachlaß des Literaturkritikers Jürgen P. Wallmann gefundene Briefwechsel mit Reiner Kunze aus den Jahren 1969 bis 2009 gesichtet und in einer Auswahl von ca. fünfhundert Briefen in den Archivbestand der Stiftung übernommen werden. Der vierzigjährige Briefwechsel erwies sich als eine Fundgrube von Zeitzeugnissen und Authentizitätsnachweisen.

Die Übersetzerin Madame Mireille Gansel, Lyon, übergab der Stiftung Briefe von dokumentarischem Wert aus den Jahren 1970 bis 1973. Sämtliche digitalisierten Video- und Audio-Dokumente wurden auf Festplatten gesichert.